Krebsvorsorge

Die Krebsvorsorge dient der Früherkennung einer Krebserkrankung in einem heilbaren Stadium.

Eine bösartige Neubildung im Körper des Menschen wird im allgemeinen als Krebs oder Tumor bezeichnet.

Krebs kann grundsätzlich überall im Körper – abhängig vom individuellen Krebsrisiko – auftreten. Je nach Körperregion beziehungsweise Organ sollten zur Früherkennung einer Krebserkrankung regelmäßige Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden.

Hierfür werden sowohl körperliche, als auch Labor- und Medizingeräte-Untersuchungen wie zum Beispiel Blutabnahmen oder die Ultraschalluntersuchung angewendet, um so für das jeweilige Organ die optimale Krebsvorsorge durchzuführen.

Regelmäßig sind folgende Körperregionen zu untersuchen: Penis, Hoden, Prostata, Blase, Haut, Schilddrüse, Magen, Darm und Lymphknoten.

Zusätzlich findet nach der Untersuchung eine spezielle Beratung statt, mit dem Ziel, vorbeugende Maßnahmen frühzeitig treffen zu können.

Darmkrebsvorsorge

Der immunologische Stuhltest dient der Früherkennung und damit der Prävention von Darmkrebs.

Der Test beruht auf dem immunologischen Nachweis von okkultem (verborgenem, verstecktem) Blut.

Das Verfahren

Der Nachweis von okkultem Blut im Stuhl dient der Diagnostik von kolorektalen Karzinomen (Darmkrebs) oder kolorektalen Polypen. 70-80% aller kolorektaler Polypen sind Adenome, die eine maligne Potenz in sich tragen, das heißt bösartig entarten können.

Der immunologische Stuhltest ist spezifischer als der übliche Hämoccult®-Stuhltest, da er nur menschliches Hämoglobin nachweist (es muss keine spezielle Diät mehr eingehalten werden). Der Test enthält spezifische Antikörper (Stoffe die mit speziellen Oberflächenmerkmalen des Hämoglobins reagieren) und stellt daher ein sehr empfindlicheres Verfahren dar.

Ein positives Testergebnis erfordert eine weiterführende Untersuchung.

Harnblasenkrebsvorsorge

Der NMP22-Test (nukleäres Matrixprotein 22) dient der Früherkennung des Harnblasenkrebses sowie den Verlaufsuntersuchungen einer Harnblasenkrebserkrankung.

Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter an. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 68 Jahren und für Frauen bei 73 Jahren.

Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung eines Harnblasenkrebses

  • Rauchen
  • Aromatische Amine in Medikamenten – bspw. Zytostatika auf Cyclophosphamid-Basis
  • Chemische Stoffe bei Arbeitern in der Petrochemie, Textil-, Leder- oder Farbindustrie
    • Friseure, Lastwagenfahrer, Maler, Tankwarte etc.
  • Patienten mit chronischen Harnblaseninfektionen

Rauchen ist für etwa die Hälfte aller Erkrankungsfälle bei Männern und für etwa jeden dritten Erkrankungsfall bei Frauen verantwortlich. In der frühen Entstehungsphase der Krebserkrankung zeigen sich keine Symptome, das heißt es gibt keine Warnsignale im Frühstadium. Häufigen Harndrang (Pollakisurie) verspüren rund drei von zehn Betroffenen, wobei jeweils nur eine geringe Menge Harn entleert wird.

Für den Test werden nur ein paar Tropfen Urin benötigt. Die Nachweisrate von Harnblasenkrebs ist doppelt so hoch wie bei der Zytologie, das heißt, der Test hat eine hohe Sensibilität.

Prostatakrebsvorsorge

Der PSA-Test (Prostata-Spezifisches-Antigen) ist eine Blutuntersuchung im Rahmen der Früherkennung eines Prostatakarzinoms mit dem Ziel, den Krebs in einem heilbaren Stadium zu entdecken.

Die Prostata, die auch Vorsteherdrüse genannt wird, befindet sich anatomisch gesehen, im Becken des Mannes zwischen der Harnblase und dem Darm.

Insbesondere ältere Männer leiden unter einer Vergrößerung der Prostata, die auch benigne Prostatahyperplasie genannt wird und mit Störungen des Wasserlassens verbunden ist.

Während 50 % Prozent aller Frauen regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen, tun dies nur 15 % aller Männer, obwohl das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung des Mannes ist.

Der PSA-Test sollte erfolgen bei

  • der regelmäßigen urologischen Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr
  • Verdacht auf Prostatakarzinom
  • Verlaufskontrolle aufgrund bestehendem Prostatakarzinom
  • bei Feststellung einer gutartigen Prostatavergrößerung (Benigne Prostatahypertrophie)
  • bei einer Hormonersatztherapie mit Testosteron

Idealerweise sollte die PSA-Bestimmung durch eine digital-rektale Untersuchung (DRU) - Tastuntersuchung der Prostata - ergänzt werden.

Ihr Nutzen

Das Ziel Ihrer Krebsvorsorge ist es, das Auftreten einer Krebserkrankung bei Ihnen zu vermeiden und im schlimmsten Fall eine bereits vorhandene Krebserkrankung rechtzeitig in einem heilbaren Stadium zu erkennen. Sie profitieren von regelmäßigen Untersuchungen! So erhalten und schützen Sie ein Leben lang Ihre Gesundheit und Vitalität.

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